Sardinien 2025
Sardinien September 2025
Los ging es heuer am 13.Septemer, von Graz aus fuhren wir Richtung Kärnten, wo kurz vor der Grenze noch ein Tank- und Frühstücksstopp eingelegt wurde.
Weiter dann Richtung Udine und Venedig. Dann passierte das erste Hoppala und ich verpasste die Abzweigung Richtung Bologna. Die Auswirkung waren dann ca 70 km Umweg und eine Stunde Zeitverlust. Aber egal, wir sind ja im Urlaub und wir hatten genug Zeit eingeplant. Nach einigen Pausen kamen wir dann am Abend im Fährhafen von Livorno an. Dort verlief alles nach Plan und wir legten um 22:30 h mit der Grimaldi ab. Die Nacht an Board verlief ruhig und wir erreichten Olbia pünktlich am Morgen
Wir kamen auch sehr gut von der Fähre runter und machten uns auf den Weg Richtung Arbatax. Die 180 km sind normalerweise schnell und unkompliziert, aber diesmal war bei Nuoro leider eine Baustelle und ich erwischte die falsche Ausfahrt. Also der 2te Verfahrer auf der Anreise . Na ja, nach 14 Jahren Sardinien darf das auch mal vorkommen. Dann ging es weiter mit den Hoppalas. Ca. 25 km vor unserem Ziel zeigte der Tank noch 60 km Reichweite an und ich entschloss mich bis Arbatax zu fahren und erst dort wieder zu Tanken. Aber leider kam es anders und in der letzten Kurve vor Tortolli rollte ich mit dem Transit aus und schaffte es gerade noch auf einen kleinen Schotterplatz vor einem Garten. Nach einem Telefonat mit dem Abschleppdienst hörte ich im nahen Garten ein Motorengeräusch. Ich traf einen Mann dem ich irgendwie verständlich machte das ich Gasolin brauche. Er hatte auch einen Kanister der aber fast leer war. Nach einigem Hin und Her brachte er mich zu einer Tankstelle und wir konnten die Fahrt zum Hotel dann weiterführen. So das waren die 3 Hoppals, das sollte hoffentlich reichen für diesen Urlaub. Na ja ….
Dann verbrachten wir wie immer tolle Tage im Hotel Saraceno und waren jeden Tag mit dem Motorrad auf der Insel unterwegs. Da ich mir im Frühjahr eine alte ) Yamaha XT 660 Bj. 2006 gekauft hatte, wollte ich natürlich auch die Berge Sardiniens ein wenig erkunden. Mit Ulli fuhr ich mit der GS einige Straßentouren und dann wieder machte ich alleine Ausflüge ins Gelände. Und dann war es wieder soweit, das nächste Hoppala stand an. Nach einer schönen Enduro Tour kam ich um 16 Uhr zurück ins Hotel und bemerkte das mein Handy weg ist. Leider in die falsche Hosentasche gesteckt und dort war der Zipp offen. Ich hatte es eigentlich schon abgeschrieben, aber wir probierten es anzurufen. Beim zweiten Versuch hob dann wirklich wer ab und ich holte mir dann bei der Reception Hilfe zum Übersetzen. So konnte ich den Standort des Finders eruieren und ich setzte mich wieder aufs Bike und fuhr noch mal rauf in die Berge.
Es war wie ein Wunder denn ich hatte das Handy wirklich im Gelände verloren wo es die Ranger gefunden hatten. Sie warteten auf mich schon auf der Hauptstraße wo sie mir das Telefon gaben. Ich wollte mich erkenntlich zeigen aber sie wollten nichts annehmen. Also machte ich mich in den nächsten Tagen auf in einen Supermarkt und kaufte einige Flaschen Wein und machte mich wieder auf den Weg zu den Rangern in die Berge. Dort angekommen übergab ich ihnen den Wein, worauf sie mich zum Essen einluden. Ich verbrachte gute 2 Stunden dort, wo wir mit dem Handy Übersetzer kommunizierten. Ich verabschiedete mich dann und wir tauschten auf die Telefon Nummern aus. Echt tolle Männer die ich dort kennen lernen durfte, die dort auf den Bergen ihren Dienst verrichten und schauen das die Natur Sardiniens in Ordnung bleibt. Danke noch mal an Giampiero und seine Kollegen.
Und dann kam der vorletzte Urlaubstag. Ich wollte noch mal mit der XT ins Gelände und fuhr in das Gennargentu Gebirge das höchste Gebirge Sardiniens.
Leider wurde dann das Gelände etwas anspruchsvoller und bei einer sehr felsigen Passage verschlug es mir das Vorderrad und ich kippte zur linken Seite um.
Leider war mein Fuß unter dem Motorrad und ich spürte dann auch schon: es hat was. Ich raffte mich auf und hatte noch ca . 100 km zurück zum Hotel.
Dort angekommen verlud ich noch die 2 Motorräder im Bus und erst dann zog ich mal die Stiefel aus, um zu sehen was sich da so tut. Der Fuß war schon stark geschwollen und spielte ein fröhliches Farbenspiel.
Da am nächsten Tag die Fähre erst am Abend ging, verbrachten wir den Tag am Pool, und ich kühlte meinen Fuß so gut es ging. Am Abend ging es dann zur Fähre und nächsten Tag von Livorno noch 800 km nach Hause.
Dann am Sonntag früh machte ich mich auf den Weg nach Wr.Neustadt ins Krankenhaus wo die Diagnose nicht so toll war:.Bruch des Wadenbeins und des Sprunggelenkes. Nach 2 Wochen dann erfolgte eine Operation mit Verschraubung einer Platte. Jetzt dann 8 Wochen mit Krücken laufen.
Na ja mir wurde gesagt bis ich heirate is wieder gut also schau mal mal wann das ist. Aber trotzdem war es ein sehr schöner Urlaub. Es kann ja keiner was dafür das ich „Potschat“ bin.
Ulli & Richi
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